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Migration von TYPO3 zu Payload: ein Leitfaden für 2026 zum Ende des kostenlosen v12-Supports

Seit dem Ende des kostenlosen v12-Supports stehen TYPO3-Teams vor drei Optionen: Upgrade, ELTS oder Plattformwechsel. Der Leitfaden erklärt die Voraussetzungen, ergänzt eine Entscheidungshilfe für v11 und zeigt, was eine Migration zu Payload umfasst.


Der kostenlose Community-Support für TYPO3 v12 LTS endete am 30. April 2026. Seit dem 1. Mai 2026 stellt die TYPO3-Community dafür keine Wartung und keine Sicherheitsupdates mehr bereit. Eine v12-Website wird dadurch nicht plötzlich unbrauchbar, aber die nächste Entscheidung sollte nicht aufgeschoben werden. Es gibt mehrere vertretbare Wege.

Wenn Sie eine TYPO3-v12-Website betreiben, sollten Sie die Optionen und ihre Voraussetzungen zuerst sauber erfassen. TYPO3 bietet einen Weg innerhalb des Ökosystems und einen Ausstieg. Beide können sinnvoll sein.

Wir arbeiten mit React, Next.js und Payload CMS. Diese Perspektive legen wir offen und benennen ebenso klar, wann ein Verbleib in der TYPO3-Welt die bessere Entscheidung ist. Dieser Leitfaden beschreibt die Optionen, die Arbeit hinter einer Migration und die Fragen, die Ihre Entscheidung bestimmen.

Ihre drei echten Optionen

Nach dem Ende des kostenlosen v12-Supports stehen Ihnen drei Wege offen. Für Installationen auf v11 gelten andere Supportfristen und zusätzliche Upgrade-Schritte; darauf geht der folgende Abschnitt gesondert ein.

  1. Upgrade auf TYPO3 v13 oder v14 LTS. Beide Versionen bieten einen unterstützten Weg innerhalb von TYPO3. v13 LTS erhält kostenlose Sicherheitsupdates bis zum 31. Dezember 2027. Für v14 LTS sind Fehlerkorrekturen bis zum 31. Dezember 2027 und Sicherheitsupdates bis zum 30. Juni 2029 vorgesehen. v14 bietet damit den längeren Supportzeitraum. Das Upgrade erfordert Entwicklungsarbeit an der bestehenden Installation; ein vollständiger Plattformwechsel ist dafür nicht nötig.
  2. Kostenpflichtiges ELTS als Übergangslösung nutzen. Extended Long Term Support der TYPO3 GmbH stellt nach Ende des Community-Supports Sicherheits- und Kompatibilitätsupdates bereit. Für v12 umfasst das Angebot drei zusätzliche Jahre bis zum 30. April 2029. TYPO3-Partner können ein viertes Jahr bis zum 30. April 2030 buchen. Die Laufzeiten sind fest an die Version gebunden. ELTS verschafft Zeit für ein Upgrade oder einen Plattformwechsel; Zustand und Wartung der gesamten Website müssen trotzdem geprüft werden.
  3. Auf einen anderen Stack wechseln. Wenn die Gründe, TYPO3 zu verlassen, über diese eine Frist hinausgehen, ist das Ende des kostenlosen Supports ein natürlicher Moment für den Wechsel. Ein Headless-CMS wie Payload ist die Option in dieser Kategorie, die wir am besten kennen.

Die Optionen eins und zwei halten Sie auf TYPO3, nur Option drei führt aus dem Ökosystem. Die Entscheidung dreht sich deshalb weniger um ein einzelnes Datum als um die langfristige Passung.

TYPO3 v11: ELTS, Upgrade oder Plattformwechsel?

Der kostenlose Support für TYPO3 v11 endete am 31. Oktober 2024. ELTS für v11.5 ist regulär bis zum 31. Oktober 2027 erhältlich; das vierte Jahr bis zum 31. Oktober 2028 bleibt TYPO3-Partnern vorbehalten. Es gelten feste Jahresperioden. Ein später Einstieg eröffnet also keine neue dreijährige Laufzeit. Prüfen Sie, welche Instanzen und Zeiträume Ihr Vertrag abdeckt und ob die Updates tatsächlich eingespielt werden. Die Wartung eigener Extensions, Integrationen und der Serverumgebung muss separat geklärt werden. Auch die PHP-Version hat einen eigenen Sicherheits-Supportzeitraum.

Fiktives Planungsbeispiel, kein Kundenprojekt und keine getestete Migration: Eine Organisation betreibt mehrere Websites und Sprachen auf v11.5. Die Redaktion kommt mit den vorhandenen Abläufen gut zurecht. Die verwendeten Extensions werden gepflegt, eine eigene Schnittstelle muss angepasst werden. Das nächste Wartungsfenster ist bereits festgelegt; bis dahin sollen Inhalte ohne Unterbrechung veröffentlicht werden können. Ein ELTS-Vertrag besteht, seine Laufzeit und der Patchstand werden vor der Planung geprüft.

WegWas er bedeutetWann er passt
v11 mit ELTS als ÜbergangslösungUpdates innerhalb der gebuchten festen Laufzeit; Extensions und Betrieb separat prüfenWenn die Vorbereitung bis zum Wartungsfenster abgesichert werden muss
Upgrade von v11 auf v13Planung über v12 und v13, mit Prüfung der Extensions und Upgrade-Wizards je SchrittWenn die Installation fachlich passt und benötigte Erweiterungen für v13 verfügbar sind
Upgrade von v11 auf v14Derselbe vorbereitete Weg, ergänzt um den Schritt von v13 auf v14Wenn Extensions, Schnittstellen und Redaktion den Wechsel mittragen; längerer Supportzeitraum
Replatforming auf PayloadInhaltsmodell, Frontend, Integrationen, Sprachen, URLs und Betrieb werden neu geplantWenn die Gründe für den Wechsel über Supportfristen hinausreichen

Die Upgrade-Dokumentation verlangt unter anderem, ausstehende Upgrade-Wizards der aktuellen Version auszuführen, veraltete API-Aufrufe zu bearbeiten und die Kompatibilität der Extensions zu prüfen. Der gestufte Weg macht diese Arbeiten pro Hauptversion sichtbar. Er bedeutet nicht, dass jeder Zwischenstand produktiv veröffentlicht werden muss. Ein Sprung über mehrere Hauptversionen braucht einen gesondert geprüften Migrationsweg; er ist kein Ersatz für die ausgelassenen Daten- und Codeanpassungen. Für v13 und v14 ist mindestens PHP 8.2 erforderlich; Datenbank, Composer und jede Extension müssen ebenfalls zu den jeweiligen Zwischen- und Zielversionen passen.

Für das beschriebene Beispiel empfehlen wir, ELTS bis zum vorbereiteten Wartungsfenster zu nutzen und ein TYPO3-Upgrade zu planen. Sind die benötigten Extensions und die angepasste Schnittstelle für v14 verifiziert, ist dessen längerer Supportzeitraum ein Argument für dieses Ziel. Andernfalls kann v13 ein begründeter Zwischenstand sein, mit einer weiteren Planung vor Ende 2027. Die Empfehlung ändert sich, wenn zentrale Redaktionsanforderungen mit dem vorhandenen Aufbau nicht mehr sinnvoll umsetzbar sind oder wesentliche Erweiterungen ohnehin ersetzt werden müssen: Dann lohnt sich ein Vergleich des TYPO3-Umbaus mit einem Wechsel zu Payload. Fehlende Extension-Pflege allein entscheidet diesen Vergleich noch nicht.

Für eine belastbare Aufwandsschätzung braucht das Projektteam folgende Angaben:

  • aktuelle TYPO3-Version und PHP-/Datenbankumgebung
  • alle Extensions, ihr Pflegezustand und eigene Anpassungen
  • aktive Sprachen, Sites, Integrationen und geplante Funktionen
  • Seitenzahl, Medienspeicher, URL-Muster und SEO-Anforderungen
  • ELTS-Vertrag, gebuchte Instanzen und Laufzeit, eingespielter Patchstand
  • Wartungsfenster, Abnahmekriterien, internes TYPO3-/PHP-Know-how und Betriebsverantwortung

Was den Aufwand einer TYPO3-Migration bestimmt

Die vorhandenen Templates, Extensions und Inhaltsstrukturen bestimmen, welche Arbeit bei einem Upgrade oder Plattformwechsel anfällt.

TypoScript und Fluid lassen sich nicht direkt nach Payload übertragen. TypoScript ist die deklarative Konfigurationssprache von TYPO3, Fluid die Template-Engine. Beim Plattformwechsel müssen Konfigurations- und Darstellungslogik im Zielsystem neu umgesetzt werden. Layout, Inhalte und fachliche Regeln dienen dabei weiterhin als Grundlage.

Der Extension-Bestand ist ein zentraler Aufwandstreiber. Zusätzlich zum Kern nutzen viele Installationen Erweiterungen aus dem TYPO3 Extension Repository und eigene Entwicklungen. Erfassen Sie jede Extension, ihren Wartungsstatus, eigene Anpassungen und ihre fachliche Aufgabe. Daraus wird erkennbar, welche Funktionen übernommen, aktualisiert oder ersetzt werden müssen.

Ein verschachtelter Seitenbaum muss in ein neues Inhaltsmodell übersetzt werden. In TYPO3 trägt die Hierarchie oft sowohl Navigationsstruktur als auch fachliche Zusammenhänge. Für Payload legen Sie fest, welche Teile als Collections mit strukturierten Inhalten und welche als Beziehungen abgebildet werden. Ein bloßer Datenexport beantwortet diese Modellierungsfragen noch nicht.

Die Stärken von TYPO3 bei Mehrsprachigkeit und Multi-Site

Die Handhabung von Mehrsprachigkeit und Multi-Site gehört zu den starken Seiten von TYPO3. Viele Websites und Sprachen aus einer Installation zu verwalten und Übersetzungen mit Site-Konfigurationen zu verknüpfen, ist eine Fähigkeit, die ein Wechsel neu abbilden muss. Payload unterstützt Lokalisierung im Inhaltsmodell; Multi-Site-Verhalten, Workflows und zusätzliche Redaktionsfunktionen werden je nach Bedarf modelliert oder über Plugins ergänzt. Wenn TYPO3 diese Anforderungen bereits passend abdeckt, spricht das für einen Verbleib.

TYPO3 ist kostenlos und quelloffen unter der GNU General Public License und wird von einer aktiven Community gepflegt. ELTS und weitere Supportangebote sind kostenpflichtige Ergänzungen. Auch Payload ist quelloffen; der MIT-lizenzierte Kern kann ohne Lizenzgebühr selbst gehostet werden. Bei beiden Systemen bleibt der Quellcode zugänglich. Die Entscheidung hängt daher von Anforderungen, Umsetzung und Betrieb ab.

Was Payload tatsächlich ist

Payload ist ein quelloffenes CMS und Anwendungsframework auf Basis von Next.js und TypeScript. Der aktiv gepflegte Kern steht unter der MIT-Lizenz und lässt sich ohne jährliche oder nutzerabhängige Lizenzgebühr selbst hosten. Für Teams, die einen Wechsel von TYPO3 erwägen, sind vor allem folgende Eigenschaften relevant.

Sie modellieren Inhalte im Code. Collections, Felder und Zugriffsregeln werden in TypeScript definiert und im Repository versioniert. Damit lässt sich das Inhaltsmodell gemeinsam mit dem übrigen Anwendungscode prüfen, vergleichen und ausliefern. Eine zusätzliche CMS-spezifische Konfigurationssprache ist dafür nicht nötig.

CMS und Frontend können ein Projekt sein. Seit Version 3.0 lässt sich Payload direkt in eine Next.js-Anwendung integrieren, sodass CMS und Frontend eine Codebasis teilen und gemeinsam ausgeliefert werden können. Das ist ein möglicher Zielaufbau, keine Pflicht: Payloads Admin-Oberfläche und Backend basieren auf Next.js, das Frontend kann auch separat arbeiten, etwa mit Astro, sofern es die Payload-API nutzt.

Der Stack ist JavaScript und TypeScript. Das passt zu Teams, die bereits damit arbeiten oder ihre Entwicklung darauf ausrichten möchten. Für ein eingespieltes PHP-Team gehört die Einarbeitung dagegen in die Planung. Im Juni 2025 gab Figma die Übernahme des Payload-Teams bekannt. Payload wird weiterhin als Open-Source-Projekt entwickelt; der veröffentlichte Kern steht unter der MIT-Lizenz.

TYPO3 v12 vs. v13 vs. v14 vs. ELTS vs. Payload

TYPO3 v12TYPO3 v13 LTSTYPO3 v14 LTSTYPO3 v12 ELTSPayload
Kostenloser SupportEndete 30. April 2026Sicherheit bis Dezember 2027Sicherheit bis Juni 2029Kostenpflichtiges AboAktiv, quelloffen
Kern-StackPHPPHPPHPPHPNext.js, TypeScript
TemplatingFluid / TypoScriptFluid / TypoScriptFluid / TypoScriptFluid / TypoScriptFrei wählbar, z. B. Next.js oder Astro
Wechsel nötigFrist verstrichenSchrittweises UpgradeSchrittweises UpgradeKeiner (Brücke)Neubau
Mehrsprachig / Multi-SiteStark, nativStark, nativStark, nativStark, nativLokalisierung nativ; Multi-Site modelliert oder per Plugin
LizenzGPL, freier KernGPL, freier KernGPL, freier KernGPL-Kern + bezahlter SupportMIT, frei
BetriebSelbst oder mit DienstleisterSelbst oder mit DienstleisterSelbst oder mit DienstleisterZusätzlich ELTS-VertragSelbst oder mit Managed Hosting und Support

Die aktiven TYPO3-Optionen erhalten die bestehende Plattform. Ein Wechsel zu Payload umfasst dagegen ein neues Inhaltsmodell und die Umsetzung des Frontends. Innerhalb von TYPO3 bietet v14 den längeren kostenlosen Supportzeitraum; die Kompatibilität Ihrer Extensions bleibt ein eigenständiges Entscheidungskriterium.

Wie eine Migration von TYPO3 zu Payload abläuft

Eine Migration zu Payload lässt sich in fünf Etappen gliedern. Die Bestandsaufnahme legt fest, welchen Umfang die anschließenden Arbeiten haben.

Zuerst die TYPO3-Instanz prüfen

Erfassen Sie vor dem Datenumzug sämtliche Extensions und ihre Aufgaben. Hinzu kommen Inhaltstypen, Seitenbaum, relevante TypoScript-Konfiguration, Fluid-Templates, externe Integrationen und geplante Hintergrundaufgaben. Dokumentieren Sie außerdem Sprachen, Site-Konfigurationen und Berechtigungen. Diese Bestandsaufnahme macht Abhängigkeiten sichtbar, die sonst erst bei der Umstellung auffallen würden.

Den Seitenbaum auf Payload-Collections abbilden

In TYPO3 leben Ihre Inhalte im Seitenbaum und in Extension-Datensätzen. In Payload leben sie in Collections, jede definiert als TypeScript-Konfiguration mit typisierten Feldern, Beziehungen und Zugriffsregeln.

Die Abbildung ist selten eins zu eins. Prüfen Sie dabei, welche Strukturen weiterhin gebraucht werden und welche Inhalte künftig gemeinsam genutzt werden sollen. Aus einem verschachtelten Seitenzweig können beispielsweise eine Collection und explizite Beziehungen werden. Das folgende vereinfachte Schema zeigt eine mögliche Zielstruktur für TYPO3-News-Datensätze:

import type { CollectionConfig } from 'payload'

export const News: CollectionConfig = {
  slug: 'news',
  admin: { useAsTitle: 'title' },
  fields: [
    { name: 'title', type: 'text', required: true },
    { name: 'slug', type: 'text', required: true, unique: true },
    { name: 'body', type: 'richText' },
    { name: 'author', type: 'relationship', relationTo: 'authors' },
    { name: 'publishedAt', type: 'date' },
  ],
}

Diese Konfiguration beschreibt das Schema der News-Collection. Payload verwendet sie für Datenbankstruktur, Admin-Oberfläche und die Generierung der TypeScript-Typen. Die referenzierte Authors-Collection und die Rich-Text-Konfiguration müssen ebenfalls im Projekt eingerichtet sein. Das Schema liegt im Repository und wird gemeinsam mit dem übrigen Code geprüft und ausgeliefert.

Inhalte und Medien migrieren

Sind die Ziel-Collections definiert, liest ein Migrationsskript die Datensätze aus TYPO3, überführt sie in das neue Inhaltsmodell und importiert sie über Payloads Local API. Damit kann serverseitiger Code Datensätze ohne zusätzliche HTTP-Anfragen lesen und anlegen. Sämtliche Sprachvarianten müssen ausdrücklich zugeordnet und auf Vollständigkeit geprüft werden. Medien werden über den gewählten Speicher-Adapter abgelegt, etwa für S3 oder Vercel Blob; das Skript aktualisiert ihre Referenzen. Anders als bei direkten SQL-Importen können dabei Payloads Validierung und Hooks ausgeführt werden. Ergänzende Prüfungen müssen sicherstellen, dass auch Beziehungen und übersetzte Inhalte korrekt übernommen wurden.

Das Frontend neu bauen

Payloads Admin-Oberfläche und Backend basieren auf Next.js. Das Frontend muss deshalb nicht in Next.js gebaut werden: Es kann als separate Anwendung, etwa mit Astro, die Payload-API nutzen. Fluid-Templates und TypoScript-Rendering-Logik werden im gewählten Frontend neu umgesetzt. Bei klar definierten Templates lässt sich diese Arbeit gut planen; sie kann einen erheblichen Teil des Projektaufwands ausmachen. Mehrsprachigkeit und Multi-Site-Funktionen, die bisher TYPO3 bereitgestellt hat, müssen im Zielsystem passend konfiguriert, modelliert oder durch Plugins ergänzt werden.

Weiterleitungen, SEO und QA

Nach dem Datenumzug folgen Weiterleitungen und Abnahmetests. Ordnen Sie jeder alten TYPO3-URL ihr Ziel zu und richten Sie für geänderte Pfade 301-Weiterleitungen ein. Übernehmen Sie Metadaten, Canonical-Tags, Sitemaps und strukturierte Daten, einschließlich der sprachspezifischen URLs. Vergleichen Sie alte und neue Website auf Inhaltsvollständigkeit, Weiterleitungen, Formulare, Integrationen und Core Web Vitals. Planen Sie dafür ein eigenes Zeitfenster und beobachten Sie Indexierung und Suchzugriffe nach dem Start; Weiterleitungen allein garantieren keinen unveränderten Traffic.

Wie lange es dauert und was es kostet

Die Dauer hängt stärker von der Komplexität der Website ab als vom Namen der Plattform. Als grobe Planungswerte können für kleine und mittelgroße TYPO3-Websites drei bis sechs Monate angesetzt werden, für große, stark erweiterte und mehrsprachige Websites sechs bis zwölf Monate. Viele Extensions und Sprachvarianten erhöhen den Aufwand; ein klar strukturiertes Inhaltsmodell kann ihn reduzieren. Eine belastbare Schätzung ist erst nach der Bestandsaufnahme möglich.

Vergleichen Sie einmaligen Projektaufwand und laufende Kosten getrennt. Ein TYPO3-Upgrade erfordert Entwicklungsarbeit; ELTS ist ein kostenpflichtiges Abonnement. Sowohl TYPO3 als auch der Payload-Kern sind ohne Lizenzgebühr verfügbar. Bei beiden gehören Hosting, Backups, Monitoring, Updates und Betreuung in die Gesamtrechnung. Diese Leistungen können intern oder über einen Dienstleister abgedeckt werden. Für Payload bietet WAYF auch Managed Hosting und laufende Betreuung an; die Redaktion muss den technischen Betrieb nicht selbst übernehmen. Ob sich ein Neubau lohnt, hängt von den benötigten Funktionen und dem Aufwand für Umsetzung und Betrieb ab.

Planen Sie neben der technischen Umsetzung auch Bestandsaufnahme, Plattformentscheidung, Abstimmungen und SEO-Abnahme ein. Bei komplexen Vorhaben kann dafür ein Vorlauf von zwölf bis achtzehn Monaten sinnvoll sein; das ist eine Planungsgröße, keine allgemeine Mindestdauer. Da der kostenlose v12-Support bereits beendet ist, muss der Betrieb während dieser Zeit durch eine passende Support- und Update-Strategie abgesichert werden, etwa ELTS oder ein vorbereitetes Upgrade.

Wann Sie auf TYPO3 bleiben sollten

Payload ist nicht für alle die richtige Antwort, und für viele TYPO3-Bestände ist Bleiben die bessere Entscheidung. Vier Situationen sprechen dafür.

  1. Sie haben kürzlich auf v13 oder v14 aktualisiert. Für v13 LTS läuft der kostenlose Sicherheitssupport bis Ende Dezember 2027, für v14 LTS bis Ende Juni 2029. Das v12-Supportende erzwingt daher keinen Plattformwechsel. Prüfen Sie dennoch die Wartung Ihrer Extensions und Serverumgebung und nutzen Sie den verbleibenden Supportzeitraum für die weitere Planung.
  2. Ihre Extensions werden gepflegt und erfüllen ihren Zweck. Ein umfangreicher Bestand kann viele Anforderungen bereits zuverlässig abdecken. Diese Funktionen auf einer anderen Plattform neu umzusetzen, braucht einen konkreten fachlichen oder wirtschaftlichen Grund.
  3. Sie haben ein internes TYPO3-Team. Wenn Ihre Entwickler mit TYPO3, PHP, TypoScript und Fluid gut arbeiten, ist dieses Wissen ein Vorteil. Bei einem Wechsel zu TypeScript müssen Einarbeitung und Wissenstransfer eingeplant werden.
  4. ELTS passt zu Ihrer bestehenden Planung. Wenn ein größeres Vorhaben bereits für 2027 oder später vorgesehen ist und die gebuchte ELTS-Laufzeit den Zeitraum abdeckt, kann ELTS den bestehenden Betrieb bis dahin absichern. So lassen sich Upgrade oder Plattformwechsel auf den geplanten Termin vorbereiten.

Wenn TYPO3 Ihre mehrsprachigen Websites und Redaktionsabläufe gut abbildet, kann ein Upgrade oder ELTS die passende Entscheidung sein. Payload kommt insbesondere dann infrage, wenn Sie ein TypeScript-basiertes Inhaltsmodell, flexible APIs und ein darauf abgestimmtes Frontend aufbauen möchten. Vergleichen Sie die benötigten Funktionen und den gesamten Projekt- und Betriebsaufwand beider Wege.

Wie WAYF Sie unterstützt

WAYF ist offizieller Payload-Partner und Top Contributor. Wir entwickeln Content-Plattformen auf Payload und Next.js für Unternehmen, öffentliche Institutionen und wachsende Teams. Migrationen von bestehenden und auslaufenden Systemen gehören zu unseren Schwerpunkten.

Wir prüfen mit Ihnen, ob ein Wechsel zu Payload fachlich und wirtschaftlich passt. Dabei berücksichtigen wir auch ein TYPO3-Upgrade oder ELTS. Wenn die Entscheidung auf Payload fällt, übernehmen wir Bestandsaufnahme, Inhaltsmodell, Daten- und Medienmigration mit allen Sprachvarianten, Frontend-Umsetzung und den vorbereiteten Go-live samt SEO-Prüfung.

Wenn Sie zwischen einem Upgrade, ELTS und Payload abwägen, sehen wir uns Ihre vorhandene TYPO3-Installation und die nächsten Anforderungen an.

Buchen Sie ein Gespräch, und wir sagen Ihnen, ob Payload der richtige Schritt für Ihre Website ist.

FAQ

  1. Wann endete der Support für TYPO3 v12 LTS?

    Der kostenlose Community-Support für TYPO3 v12 LTS endete am 30. April 2026. Ab dem 1. Mai 2026 stellt die TYPO3-Community keine Wartung und keine Sicherheitsupdates mehr dafür bereit. Der kostenpflichtige Extended Long Term Support (ELTS) der TYPO3 GmbH liefert über dieses Datum hinaus mehrere Jahre lang weiter Sicherheitskorrekturen.

  2. Soll ich auf TYPO3 v13 oder v14 aktualisieren oder die Plattform wechseln?

    Das hängt von Ihren Anforderungen und den verwendeten Extensions ab. Ein Upgrade erhält die bestehende Plattform. TYPO3 v13 LTS erhält kostenlose Sicherheitsupdates bis zum 31. Dezember 2027, v14 LTS bis zum 30. Juni 2029. Ein Plattformwechsel lohnt sich vor allem dann, wenn die Gründe dafür über die Supportfrist hinausgehen. Deckt TYPO3 Ihre Anforderungen an Mehrsprachigkeit und Multi-Site bereits gut ab, ist ein Upgrade oft die bessere Entscheidung.

  3. Was ist TYPO3 ELTS?

    ELTS steht für Extended Long Term Support. Das kostenpflichtige Angebot der TYPO3 GmbH verlängert die Bereitstellung von Sicherheits- und Kompatibilitätsupdates nach Ende des Community-Supports. Für v12 gelten drei zusätzliche Jahre bis zum 30. April 2029; TYPO3-Partner können ein viertes Jahr bis zum 30. April 2030 buchen. Die Laufzeiten sind fest vorgegeben. ELTS kann die Vorbereitung eines Upgrades oder Plattformwechsels überbrücken.

  4. Kann man von TYPO3 zu einem Headless-CMS wie Payload migrieren?

    Ja. Zuerst erfassen Sie Extensions und Inhalte und bilden den Seitenbaum auf in TypeScript definierte Payload-Collections ab. Ein Migrationsskript importiert Inhalte, Medien und sämtliche Sprachvarianten über Payloads API. Das Frontend wird neu umgesetzt, beispielsweise mit Next.js oder Astro. Für geänderte URLs richten Sie 301-Weiterleitungen ein; Metadaten, sprachspezifische URLs und Indexierung gehören ebenfalls zur SEO-Prüfung.

  5. Wie lange dauert eine Migration von TYPO3 zu Payload?

    Als grober Richtwert brauchen kleine und mittelgroße Websites drei bis sechs Monate und große, stark erweiterte, mehrsprachige Websites sechs bis zwölf. Der Bestand an Extensions und die Zahl der aktiven Sprachen sind die wesentlichen Treiber.

  6. Ist Payload CMS kostenlos?

    Der Payload-Kern ist unter der MIT-Lizenz quelloffen und ohne Plattformlizenzgebühr selbst zu hosten. Kosten entstehen für Umsetzung, Infrastruktur und die jeweils benötigte Betreuung, intern oder durch einen Dienstleister. Der TYPO3-Kern ist ebenfalls kostenlos und quelloffen unter der GPL; ELTS und weitere Supportangebote werden separat bezahlt.


Stand der Quellenprüfung: 17. September 2026. Quellen: TYPO3 v11, TYPO3 v12 LTS end of free support, TYPO3 ELTS für v11, TYPO3 ELTS für v12.4, TYPO3 Upgrade-Dokumentation, TYPO3 v13 LTS release announcement, TYPO3 v14 LTS release announcement, TYPO3 Development Roadmap, TYPO3 open source licenses, Payload GitHub, Payload, Figma: Welcoming Payload.


Autor

Paul Utr

Mitgründer, Chief Growth Officer

Paul Utr ist Mitgründer und Chief Growth Officer bei WAYF, verantwortlich für Design, Strategie und Kundenbeziehungen. Zuvor: Produktdesign bei Netguru (Mailgun vor der Sinch-Übernahme); Seed bis Series B bei Ramp Network.


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